Der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz feierte sein Jubiläum

Am 20. Juni 2026 feierte der Verein im Zündorfer Kanuclub Zugvogel sein 50-jähriges Bestehen mit einem Festakt. Gäste aus den beiden Partnerstädten, Vertreter/-innen aus Politik, Kirche, Kultur und Sport und Vereinsmitglieder kamen zusammen, um auf gemeinsame Aktivitäten zurückzublicken und Perspektiven für die Zukunft zu besprechen.

Schülerfahrten, Konzerte, Theateraufführungen, Bürgerfahrten, Sportturniere, Karneval u.v.m. – im Laufe von 50 Jahren hat der Partnerschaftsverein e.V. Köln-Porz viele Austauschprojekte und Begegnungen mit den Partnerstädten – Dunstable in England und Hazebrouck in Frankreich – organisiert und begleitet. Aus den unzähligen Fotos der vergangenen Jahrzehnte wurde eine Auswahl besonderer Momente in einer Fotoshow präsentiert.
Das Blasorchester der Carl-Stamitz-Musikschule unter der Leitung von Sebastian Oetker sorgte mit internationaler Filmmusik für einen schwungvollen Auftakt der Veranstaltung. Die Vorsitzende Susanne Ristic-Samii betonte in ihrer Festrede die Bedeutung persönlicher internationaler Begegnungen als Grundlage für Verständnis, Respekt und ein friedliches Miteinander. Zugleich sprach sie sich dafür aus, die gewachsenen Städtepartnerschaften auch in Zukunft lebendig zu halten und an kommende Generationen weiterzugeben. Bezirksbürgermeister Lutz Tempel hob die Bedeutung der Fortführung dieser speziellen Porzer Verbindungen nach England und Frankreich hervor. Peter Hollick sprach als Vetreter der Dunstable International Twinning Association von den lang bestehenden freundschaftlichen Banden zu Porz. Bernard Dentener möchte als Vertreter des Bürgermeisters von Hazebrouck den Austausch weiter intensivieren.

Die Delegationen aus Dunstable und Hazebrouck wurden bereits vor dem Festakt gesondert im Bezirksrathaus vom stellvertretenden Bezirksbürgermeister Markus Lüsgen begrüßt. Auch er hob hervor, dass die langjährigen gelebten Beziehungen wertvoll sind und die europäische Idee trotz aller politischen Veränderungen konkret werden lassen: „Selbst wenn man nicht jedes Wort versteht – die Stimmung, das Lachen und die Herzlichkeit versteht man sofort.“ Herr Lüsgen überreichte den Delegationen jeweils einen Glaspokal mit den Wappen der drei Städte. Danach durften sich die Gäste und der Vorstand des PVP in das Goldene Buch der Stadt eintragen.

Über die offiziellen Termine hinaus hat der PVP ein auf die Gäste zugeschnittenes Ausflugsprogramm organisiert: Eine Führung in Schloss Augustusburg bot besonders Anknüpfungspunkte nach Frankreich: Nicht nur wurde die Parkanlage von einem Schüler André Le Nôtres, des Gartenarchitekten von Versailles, entworfen. Auch die seinerzeit in Deutschland neuen Rokoko-Dekorationen folgen französischen Vorbildern. Der Gartenliebe der Briten wiederum wurde mit einem Besuch der Kölner Flora Rechnung getragen: Palmenallee, Wasserkaskaden und auch die neuen Schaugewächshäuser fanden breiten Beifall. Die abschließende Panoramafahrt auf dem Rhein war auch für die Einheimischen einmal wieder ein Erlebnis, zumal sich unsere Region an allen Tagen mit bestem Wetter präsentierte.

Hintergrund: Nachdem 1975 die bislang eigenständige Stadt Porz nach Köln eingemeindet wurde, gründete sich der Partnerschaftsverein, um die Beziehungen zu den Partnerstädten weiter zu pflegen; dies hatte die Stadt Köln vertraglich zugesichert. Beide Städtepartnerschaften bestehen seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. In der Nachkriegszeit sollten diese kommunalen Verbindungen zur Völkerverständigung und zur Einigung Europas beitragen. Die Mitglieder des Vereins verfolgen diese Ziele bis heute weiter.


